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Ein gemeinsamer Erfolg: Jenaer Forscher entwickeln erstmals einen klinischen Workflow für Raman-Spektroskopie bei Tumoroperationen.

Die präzisere Abgrenzung von Tumorgewebe während Operationen gehört zu den größten Herausforderungen in der Krebschirurgie. In einer nun veröffentlichten Studie in Nature Scientific Reports zeigen Forscher des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Universitätsklinikums Jena einen entscheidenden Fortschritt: Gemeinsam etablierten sie einen klinisch praktikablen Workflow für den Einsatz der Raman-Spektroskopie direkt im Operationssaal.

Das Verfahren ermöglicht es, Gewebe während Kopf-Hals-Tumoroperationen in vivo optisch zu untersuchen und so Tumorränder zuverlässiger zu erkennen. Damit kann die Raman-Spektroskopie künftig die intraoperative Entscheidung unterstützen und die Chancen auf eine vollständige Tumorentfernung erhöhen. Grundlage der Publikation ist ein klinischer Studienansatz (DRKS00028114), der aktuell die Genauigkeit Raman-basierter Diagnostik mit der Standard-Histopathologie vergleicht. Die Patientenrekrutierung ist abgeschlossen, die Auswertung läuft – die Fachwelt darf gespannt sein.

Besonders erfreulich: Auch unsere Arbeitsgruppe war beteiligt. Mit großem Engagement trugen Ines Latka, Florian Windirsch und Iwan W. Schie zum Gelingen der Publikation bei. Wir danken allen Kooperationspartnern für die enge Zusammenarbeit und freuen uns, Teil dieses wichtigen Schritts in Richtung patientennaher Diagnostik zu sein.

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  • Journal: Scientific Reports