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Jena bietet erneut Einblicke in die biomedizinische Forschung und innovative KI-Anwendungen in der klinischen Praxis

Auch in diesem Jahr war Jena wieder Teil der städteübergreifenden Nacht der Biosignale. Diese alljährliche Veranstaltung widmet sich der Erkundung biomedizinischer Themen und gewährt einem breiten Publikum Einblick in die Signale des menschlichen Körpers. Als einer der 14 Austragungsorte wurde das Jenaer Universitätshauptgebäude am 07.11.2025 erneut zu einem Ort spannender Vorträge, lebendiger Diskussionen und regen Austauschs. Das Programm bot auch dieses Jahr eine hohe thematische Vielfalt, die von den positiven Auswirkungen kurzer Sporteinheiten über subtile Verhaltensunterschiede in der Partnerschaft bis zur Messbarkeit individueller Hörerlebnisse beim Tinnitus reichte.

Als abschließender Vortragender dieser vielseitigen Veranstaltung stellte Richard Klein aktuelle Entwicklungen und Trends zur Künstlichen Intelligenz (KI) in der Medizin vor. Da KI zunehmend den Alltag und die Medizin verändert, ist diese Thematik zentraler Bestandteil verschiedener Forschungsprojekte unserer Arbeitsgruppe. Von KI-gestützten Assistenzsystemen über intelligente Bildverarbeitungstools bis hin zu innovativen Analyseverfahren für Biosignale hält die Technologie Einzug in immer mehr klinische Prozesse und eröffnet völlig neue Möglichkeiten für Diagnostik und Therapie.

Im Rahmen des Vortrags wurde unter anderem die im Zuge des Projektes OpenLabKI entstandene IVOCT-Software vorgestellt, die auf Basis eines vortrainierten Netzwerkes potenziell tödliche Läsionen in Herzkranzgefäßen automatisch erkennt. Auch das bereits zur Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für HNO-Heilkunde präsentierte Assistenzsystem zur Unterstützung leitliniengerechter Antibiotikatherapie fand Erwähnung. Neben diesen ausgewählten Tools aus eigener Entwicklung wurde ein Blick auf Chancen, Herausforderungen und das Potenzial neuer KI-Anwendungen geworfen, die künftig den klinischen Alltag erleichtern können.