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Vom 12. bis 16. April hielt unsere Gruppe auf der SPIE Photonics Europe 2026 mehrere Vorträge, in denen aktuelle Forschungsarbeiten in den Bereichen biomedizinische Optik, Raman-Spektroskopie und OCT-basierte Bildgebung vorgestellt wurden.

Die SPIE Photonics Europe 2026 brachte Forscher, Ingenieure und Technologieentwickler zusammen, die in den Bereichen Photonik, Bildgebung und biomedizinische Anwendungen tätig sind. Unsere Gruppe hielt mehrere Vorträge zu aktuellen Entwicklungen in der biomedizinischen Optik, mit besonderem Schwerpunkt auf Raman-Spektroskopie, optischer Kohärenztomographie (OCT), translationalen Bildgebungstechnologien und datengestützten Analysemethoden. Die Konferenz bot einen breiten wissenschaftlichen Rahmen für die Diskussion darüber, wie optische Technologien präzisere und aussagekräftigere biomedizinische Messungen ermöglichen können.

Iwan Schie stellte die neuesten Fortschritte in der Hochdurchsatz-Raman-Spektroskopie vor und erörterte die klinische Anwendung des InvaScope-Raman-Endoskopiesystems in der Onkologie. Seine Beiträge konzentrierten sich auf das Potenzial Raman-basierter Methoden zur Unterstützung der biomedizinischen Diagnostik durch die Bereitstellung molekularer Informationen direkt aus dem Gewebe. Weizhi Yang stellte eine neue Raman-Sonde mit Autofokusfunktion vor, die auf einer Flüssiglinse mit variabler Brennweite basiert. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die optische Fokussierung während Raman-Messungen zu verbessern und könnte dazu beitragen, die spektroskopische Datenerfassung in biomedizinischen Umgebungen robuster zu gestalten.

Weitere Beiträge befassten sich mit der automatisierten Bildanalyse und der multimodalen Bildgebung. Calvin Kreft stellte ein Open-Source-Framework für die Analyse intravaskulärer OCT-Daten unter Verwendung tiefer neuronaler Netze vor. Das Framework unterstützt sowohl die Stent-Erkennung als auch die Plaque-Klassifizierung und bietet damit eine flexible Grundlage für die automatisierte Bildanalyse in der kardiovaskulären Forschung. Annegret Umann stellte ein multimodales Bildgebungssystem vor, das OCT mit Autofluoreszenz-Bildgebung kombiniert. Durch die Integration von strukturellem und biochemischem Kontrast ermöglicht das System die gleichzeitige Erfassung morphologischer und molekular relevanter Informationen.

Über die wissenschaftlichen Vorträge hinaus bot die SPIE Photonics Europe 2026 wertvolle Gelegenheiten zum Austausch mit der internationalen Photonik-Community. Gespräche mit Forschern aus verwandten Fachgebieten eröffneten neue Perspektiven auf aktuelle Herausforderungen und zukünftige Entwicklungen in der biomedizinischen Optik. Der Veranstaltungsort in Straßburg bot zudem Raum für informelle Gespräche, berufliches Networking und gemeinsame Erkundungstouren durch die Stadt mit Kollegen. Insgesamt spiegelten die Vorträge und Diskussionen die anhaltende Bedeutung optischer Technologien für die biomedizinische Forschung und die translationale Bildgebung wider.