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Zwei Jahre Forschung für eine bessere Versorgung von Früh- und Neugeborenen.

Nach zwei Jahren intensiver Forschungsarbeit ist das Projekt INTACT nun erfolgreich beendet. Im Mittelpunkt stand die Entwicklung neuer Technologien zur Unterstützung von Früh- und Neugeborenen mit schweren Darmerkrankungen.

Bei einer intestinalen Pathologie ist häufig ein chirurgischer Eingriff notwendig: Dabei werden zwei Darmenden nach außen verlegt und mit der Haut verbunden (Enterostomata). Um den nachgeschalteten Darm zu erhalten und die spätere Rückverlagerung zu erleichtern, muss der Darminhalt – der sogenannte Chymus – vom zuführenden zum abführenden Enterostoma überführt werden. Bislang geschieht dies manuell, unregelmäßig und mit erheblichem Aufwand.

Das Ziel von INTACT war es daher, ein intelligentes, geschlossenes Kreislaufsystem zu erforschen. Dieses sollte die Überführung des Chymus automatisiert übernehmen, gleichzeitig die Menge und Zusammensetzung in Echtzeit erfassen und so eine kontinuierliche, physiologische Versorgung ermöglichen.

Am Ende des Projekts konnte ein erster Plattformprototyp vorgestellt werden, der sowohl den Echtzeittransport als auch eine kombinierte spektroskopische und ultraschallbasierte Analyse ermöglicht. Damit wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht – auch wenn die Entwicklungsarbeit an dieser Stelle endet.

Die gewonnenen Erkenntnisse leben jedoch weiter: Konstantin Gramatte nutzt seine Erfahrungen aus INTACT nun, um im Projekt TOOLS neue Impulse für die biophotonische Forschung und Medizintechnik zu setzen.